Bei einem Autounfall verliert Christian Dewenter (Götz Schubert) plötzlich seine Ehefrau. Zum ersten Mal sind der untreue Ehemann, sein entfremdeter Sohn (Max Riemelt) und seine pubertierende Tochter (Mathilde Bundschuh) gezwungen, gemeinsam als Familie zu handeln. Während jeder für sich mit seinen eigenen Gefühlen kämpft, schaffen sie es nicht, gemeinsam ihre Trauer zuzulassen. Und dann stellen sich der Familie auch noch ganz andere Herausforderungen: welcher Sarg ist der richtige? Wer besorgt die Briefmarken für die Trauerkarten? Und wie versteckt man seine Lebenslügen, wenn plötzlich alles an die Oberfläche getrieben wird?
Pia Strietmann erzählt in „Tage, die bleiben“ mit großer Zärtlichkeit und feinsinnigem Humor von einer ganz gewöhnlichen Familie in einer ungewöhnlichen Situation, die jeden von uns treffen kann. Eine Familie wird zerstört und findet dadurch erst zusammen. In jenen Tagen zeigt das Leben seine absurde Seite, die gleichermaßen Weinen und Lachen auslöst - oft zur gleichen Zeit.
Manchmal verbindet nur noch der Alltag, was längst nicht mehr zusammen zu passen scheint. So geht es auch der Familie Dewenter. Mutter Andrea (Lena Stolze) ist eine Münsteraner Hausfrau, die neuerdings Halt und Anerkennung in ihrer Arbeit als Autorin findet. Vater Christian (Götz Schubert), der es immer allen Recht machen will, kann und will sich nicht von seiner Frau trennen und verliert sich wie schon so oft in einer seiner Affären, aktuell zur Cellistin Laura (Tessa Mittelstaedt). Sohn Lars hat der Heimat den Rücken gekehrt und versucht sich im fernen Berlin mehr oder weniger erfolglos als Schauspieler. Und die pubertierende Tochter Elaine (Mathilde Bundschuh) provoziert lieber mit ihrer besten Freundin Merle (Lucie Hollmann) erwachsene Männer, als dass sie sich mit ihrer Familie beschäftigt.
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